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Zahl befristeter Arbeitsverträge auf Rekordniveau

by UInfo
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Die Arbeitswelt ändert sich rasant, längst vorbei sind die Zeiten, als nach 40 Jahren im gleichen Unternehmen Arbeitnehmer in den Ruhestand gingen. Heute wechseln Arbeitnehmer weitaus häufiger den Job, Jobs sind eher projektgetrieben. Endet ein Projekt, wechseln viele Arbeitnehmer häufig den Arbeitgeber. Grund dafür sind auch von Arbeitgeberseite nur befristet vergebene Arbeitsverträge, die meist an das jeweilige Projektende gebunden sind. Zudem steigt die Zahl der Freiberufler ebenfalls stark an.

Ein Trend, der sich jetzt auch in Zahlen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) bei den befristeten Arbeitsverträgen bestätigt. Mit 3,15 Mio. Arbeitnehmern waren 2017 mehr als acht Prozent aller Beschäftigten in Deutschland befristet beschäftigt. Das ist der bislang höchste gemessene Wert.

Fast jeder zweite der befristeten Arbeitsverträge war „sachgrundlos befristet“, d.h. es lag kein wirklicher Grund wie Vertretung bei Mutterschutz oder die Arbeit an einem befristeten Projekt vor.

Von den Vertragsveränderungen bei befristeten Arbeitsverträgen waren im ersten Halbjahr 2017 ca. 42 Prozent auf eine innerbetriebliche Übernahme in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis zurückzuführen, 33 Prozent der auslaufenden befristeten Verträge wurden verlängert und 25 Prozent beendet. Besonders bei sachgrundlosen Befristungen erfolgt eine Übernahme in ein unbefristetes Beschäftigungsverhältnis besonders häufig.

Die komplette Studie zur Entwicklung der befristeten Beschäftigung durch das IAB ist hier abrufbar.

 

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