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Was ist eine Vorratsgesellschaft?

by UInfo
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Bei einer Vorratsgesellschaft handelt es sich um eine bereits gegründete Kapital- oder Personengesellschaft, die aber noch keine Geschäftstätigkeit aufgenommen hat. Vielmehr besteht die Gesellschaft nur als Hülle bzw. Mantel, weshalb man häufig auch von Mantelgesellschaft spricht.

Der Zweck einer Vorratsgesellschaft dient dem Verkauf. Da die Gesellschaft bereits besteht, wird der Prozess der Unternehmensgründung beschleunigt und vereinfacht, meist ist die Vorratsgesellschaft in wenigen Tagen einsatzbereit. Bei einer GmbH beispielsweise müssen nur die Anteile auf die neuen Gesellschafter übertragen werden, danach ist die Gesellschaft sofort zur Aufnahme der Geschäftstätigkeit verfügbar. Damit spart sich der Käufer den langwierigen Prozess der GmbH-Gründung, der sich im Einzelfall bis zur endgültigen Eintragung der GmbH im Handelsregister über mehrere Wochen hinziehen kann. Deshalb ist eine Vorratsgesellschaft besonders bei zeitkritischen Gründungen geeignet. Ein weiterer Vorteil für den Käufer einer Vorratsgesellschaft ist, dass er die im Gründungsprozess einer GmbH bestehenden Haftungsrisiken der GmbH in Gründung vermeidet.

Wie bei der „normalen“ Gründung einer Gesellschaft so müssen auch beim Kauf einer Vorratsgesellschaft die vereinbarte Stammeinlagen (Bar oder Sachleistungen) fristgerecht eingebracht werden. Beim zuständigen Handelsregister muss der Käufer der Vorratsgesellschaft angeben, dass es sich um eine Vorratsgesellschaft handelt. Wirtschaftlich betrachtet handelt es sich beim Kauf einer Vorratsgesellschaft um eine Neugründung.

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