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Was ist eine Liquidationspräferenz (Liquidation Preference)?

by UInfo
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Mit einer Liquidationspräferenz (Liquidation Preference) wird versucht, dem Risiko eines Investors gerecht zu werden, da dieser häufig einen hohen Geldbetrag in das Unternehmen investiert und meist trotzdem nur Minderheitsgesellschafter bleibt. Denn durch die Liquidationspräferenz als Bestandteil eines Beteiligungsvertrages erhält der Investor Vorrang bei einem Verkauf (Exit) oder einer Liquidation des Unternehmens. Er hat bevorzugten Zugriff auf den Verkaufserlös und wird vor anderen Anteilseigner (z.B. Gründungsgesellschafter) bedient. Unterschieden werden kann zwischen einer einfachen, mehrfachen oder verzinsten Liquidationspräferenz.

Bei der einfachen Liquidationspräferenz zum Beispiel erhält der Investor im ersten Schritt vom investieren Verkaufserlös vollständig (sofern das möglich ist) die von ihm investierte Summe. Der verbleibende Betrag wird anschließend unter ALLEN Anteilseignern im Verhältnis zu den Gesellschaftsanteilen verteilt, der Investor partizipiert hier also nochmal.

 

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