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Was bedeutet Tag-along?

by UInfo
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Die Tag-Along-Klausel bzw. das Tag-Along-Recht soll die Rechte eines Minderheitsgesellschafters schützen. Minderheitsgesellschafter sind zum Beispiel häufig Risikokapitalgeber, die sich an einem Startup beteiligen und für ihr Investment einen Minderheitsanteil an der Gesellschaft übernehmen.

Wird eine Tag-Along-Klausel in einen Gesellschaftervertrag aufgenommen, dann bietet diese einem Minderheitsgesellschafter das Recht, sich einer Anteilsveräußerung durch den Mehrheitsgesellschafter anzuschließen und zwar zu den gleichen Konditionen, die auch der Mehrheitsgesellschafter erhält bzw. vereinbart hat. (engl: „to tag along“ = „mitmachen“) Das bedeutet, bei einem Anteilsverkauf kann der Minderheitsgesellschafter seine Anteile zum gleichen Preis verkaufen, den auch der Mehrheitsgesellschafter erhält. Dadurch erhalten kleinere Investoren einer Gesellschaft (z.B. Privatinvestoren, Business Angels) die gleichen Rechte wie große Investoren oder die Gründer.

Eine Tag-Along-Klausel kann einem Minderheitsgesellschafter außerdem das Recht einräumen, an den Vertragsverhandlungen bzgl. möglicher Anteilsverkäufe an der Gesellschaft mitzuwirken und ein Mitspracherecht auszuüben. Außerdem kann mittels Tag-Along-Klausel vereinbart werden, dass der Minderheitsgesellschafter für Angaben des Mehrheitsgesellschafters nicht haftet.

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