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Screenshot Pay per View

Was bedeutet Pay per View (PPV)?

by UInfo
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Bei Pay per View (kurz: PPV) handelt es sich um ein Bezahlmodell. Die häufigste Verwendung findet PPV in der Online-Werbung und beim Bezahlfernsehen.

Pay per View in der Online-Werbung

Im Bereich Online-Werbung bedeutet PPV, dass nach der Anzahl der Einblendungen bezahlt wird. Das gängigste Beispiel ist Werbung mit Bannern, bei der die Abrechnung und Bezahlung von Werbeeinblendungen auf der sogenannten „Tausend-Kontakt-Preis“-Basis (kurz: TKP) erfolgt. Konkret bedeutet das, dass ein fester TKP-Preis für ausgelieferte Werbeeinblendungen, sogenannte Ad-Impressions (kurz: AI) vereinbart wird, beispielsweise 10 Euro pro TKP. Die Ad Impressions wiederum resultieren aus der Anzahl der Besuche, die eine Website erzielt.

Anschließend wird auf der Website ein Werbebanner eingebettet und die Anzahl der Werbeeinblendungen wird, meist über einen Ad Server, gezählt. In der, meist monatlichen, Abrechnung der Werbeeinblendungen werden dann die ausgelieferten Ad Impressions mit dem TKP multipliziert und ergeben den Werbeerlös.

Beispiel

Eine Vermarktungsagentur verkauft auf einer Portalseite einen Werbeplatz für das Werbemittel „Skyscraper-Banner“ (120×600) an einen Werbekunden für einen TKP-Preis von 8,50 Euro mit Laufzeit 1 Monat. Ein maximale Auslieferung wird nicht vereinbart, d.h. alle in dem Monat ausgelieferten AI werden auch bezahlt.

Am Ende der Laufzeit hat der Vermarkter 245.000 Ad Impressions in dem Monat gezählt.

Die AIs werden jetzt mit dem TKP-Preis multipliziert. Es ergibt sich folgende monatliche Vergütungssumme (vor der Aufteilung zwischen Vermarkter und Websitebetreiber):

245.000 * 8,50 / 1.000

Insgesamt wird dem Werbekunden also eine Gesamtsumme von 2.082,50 Euro für die Anzahl der Einblendungen auf Pay per View-Basis berechnet.

Die Summe wird auf Basis eines vereinbarten Share zwischen Vermarkter und Websitebetreiber aufgeteilt (häufig 40:60).

Vorteil des Pay per View-Bezahlmodells

Der große Vorteil einer Abrechnung nach PPV ist, dass bereits die reine Einblendung des Werbebanners, also der Sichtkontakt, bezahlt wird. Im Unterschied dazu steht das Pay per Click-Modell, wo eine Bezahlung erst erfolgt, wenn ein Website-Besucher einen Werbebanner tatsächlich anklickt.

Schwachstelle von PPV

Der große Nachteil des PPV-Modells liegt in der sogenannten „Banner-Blindheit“. Das bedeutet, dass Werbebanner von Websitebesuchern aufgrund der  Menge und Vergleichbarkeit kaum noch wahrgenommen werden. Für Werbetreibende bedeutet das niedrige Klickraten und sinkende Conversion Rates.

Website-Betreiber merken die Banner-Blindheit von Websitebesuchern in stetig rückläufigen TKP-Preisen für Werbeeinblendungen auf ihrer Seite.

Beitragsbild: Pixabay

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