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Was bedeutet Actio pro socio?

by UInfo
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Unter Actio pro socio (Deutsch: Klage als Gesellschafter) wird das Recht eines Gesellschafters einer BGB-Gesellschaft (GbR, OHG, KG) verstanden, gegenüber einem einzelnen Gesellschafter (der gleichen Gesellschaft) das allen Gesellschaftern zustehende Recht im eigenen Namen für die Gesellschaft geltend zu machen. Die geltend gemachten Leistungen erfolgen im Namen aller Gesellschafter.

Man spricht auch von Geltendmachung eines Anspruches der „Gesamthand“ gegen einen Gesellschafter der Gesellschaft durch einen oder mehrere andere Gesellschafter (der gleichen Gesellschaft). Der Kläger wird als „Gesamthandsgläubiger“ bezeichnet.

Klageberechtigt ist jeder Gesellschafter der Gesellschaft, er muss nicht zwingend geschäftsführend für die Gesellschaft tätig sein. Allerdings muss der Grund für die Klage hinreichend sein. Das ist z.B. dann der Fall, wenn der geschäftsführende Gesellschafter der Gesellschaft seiner Pflicht, die Sozialansprüche gemäß den Regelungen des Gesellschaftsvertrages geltend zu machen, nicht nachkommt.

 

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