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Online-Bewerbersuche in sozialen Netzwerken fristet weiter Schattendasein

by UInfo
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Obwohl der Fachkräftemangel in Deutschland ein immer größeres Problem für heimische Unternehmen und die Wirtschaftsentwicklung wird und auf der anderen Seite die sozialen Netzwerke die Gesellschaft immer mehr durchdringen, ist das Naheliegendste offenbar trotzdem noch weit entfernt: die Suche nach geeigneten Kandidaten in den sozialen Netzwerken. Das ergab eine repräsentative Befragung im Auftrag von Bitkom unter Personalverantwortlichen in Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitern.

Tatsächlich nur 3 von 10 befragten Personalern suchen demnach aktiv in sozialen Netzwerken gezielt nach geeigneten Kandidaten, die passend für zu besetzende Stellen sein könnten. Und das in Zeiten, wo nur noch selten auf eine Stellenanzeige dutzende von Bewerbungen mit geeigneten Bewerbern eingehen. Deshalb empfiehlt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernahrd Rohleder gerade kleineren Unternehmen auch, Netzwerke wie LinkedIn, XING oder auch Facebook aktiv zu nutzen, um dort gezielt geeignete Kandidaten zu finden und direkt anzusprechen. Denn, so Dr. Rohleder:

„Von einer direkten Online-Ansprache können besonders kleinere Unternehmen profitieren, die sonst oftmals unter dem Radar potenzieller Bewerber bleiben.“

Allerdings scheint genau das nicht zu funktionieren. Denn die Studie kommt weiterhin zum Ergebnis, dass von den gerade einmal 30 Prozent, die soziale Netzwerke zur Mitarbeiterakquise überhaupt aktiv einsetzen, kleine Unternehmen mit 50 bis 99 Mitarbeitern besonders selten von dieser Möglichkeit Gebrauch machen. Nur 24 Prozent der Personalverantwortlichen werden hier aktiv, während es in großen Unternehmen mit mehr als 500 Beschäftigten 44 Prozent sind.

Eine kaum nachvollziehbare Diskrepanz, da zum einen kleine Unternehmen häufig noch mehr auf gutes Fachpersonal angewiesen sind, um gegen größere Marktplayer zu bestehen. Und zum anderen bietet die Suche in sozialen Netzwerken eine Möglichkeit, kostengünstiger nach geeigneten Kandidaten zu recherchieren, als dies z.B. durch zigfache Stellenanzeigen oder gar die Einschaltung eines Headhunters der Fall ist.

Quelle: Bitkom

 

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