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Mindestbeitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung für Selbstständige sinkt 2019 kräftig

by UInfo
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Gute Nachrichten für Selbstständige, die gesetzlich krankenversichert sind. Durch das vom Bundestag verabschiedete Versicherungsentlastungsgesetzt reduziert sich ab 2019 die Mindestbemessungsgrenze, auf deren Basis die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) berechnet wird, um über 50 Prozent von bislang monatlich 2.284 Euro auf  1.038 Euro. Das bedeutet, dass der monatliche Mindestbeitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung für Selbstständige von bislang 423 Euro pro Monat deutlich auf nur noch 188 Euro sinkt.

Von der Neuregelung profitieren also alle Selbstständigen, deren monatlicher Bruttogewinn unter der Bemessungsgrenze von 2.283 Euro liegt. Das dürfte also besonders Gründer freuen, die zum Start in die Selbstständigkeit häufig unter den hohen Krankenversicherungsbeiträgen gelitten haben, da sie – bei häufig noch fehlenden Umsätzen – sowohl Arbeitgeber- wie Arbeitnehmeranteil zahlen mussten.

Konkret reduziert sich ab 2019 der monatliche Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung – ohne Berücksichtigung von Krankentagegeld – von bislang zu zahlenden Beträgen von z.T. über 400 Euro auf monatliche Beiträge inkl. Pflegeversicherung von knapp 200 Euro.

Wer auf den Mindestbeitrag nochmal einen Zuschlag von 0,6 Prozent bezahlt, hat außerdem Anspruch auf ein Krankentagegeld von der Krankenkasse. Eine Investition, die sich vor allem für Einzelkämpfer lohnt, bei denen bei Krankheit der gesamte Geschäftsbetrieb ruht.

Wichtig beim Abschluss der gesetzlichen Krankenversicherung als Selbstständiger ist, bei der Angabe des Einkommens im ersten Jahr maximal die Mindestbemessungsgrenze von 1.038 Euro anzugeben, um tatsächlich nur den Mindestbeitrag zu zahlen. Liegt der tatsächliche monatliche Gewinn dann über der Bemessungsgrenze, sollte ausreichend Geld für eventuelle Nachzahlungen beiseite gelegt werden, um unschöne Überraschungen zu vermeiden.

 

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