Home Kurz & Kompakt Kurz & kompakt: Übungsleiterpauschale 2021 steigt auf 3.000 Euro

Kurz & kompakt: Übungsleiterpauschale 2021 steigt auf 3.000 Euro

by UInfo
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Zahlreiche Selbstständige sind häufig in ihrer Freizeit noch ehrenamtlich tätig, beispielsweise als Übungsleiter in einem Sportverein, als Betreuer oder Ausbilder oder – momentan besonders präsent – als Helfer in einem Impfzentrum.

In der Regel tun sie das nicht, um damit Geld zu verdienen, d.h. die Vergütung ist dabei eher viertrangig. Dennoch wird häufig von Vereinen oder anderen Trägern eine Aufwandsentschädigung gezahlt, bekannt als Übungsleiterpauschale, um die Tätigkeit trotzdem irgendwie zu honorieren bzw. evtl. entstandene Kosten auszugleichen. Die Pauschale lag bislang bei jährlich 2.400 Euro, d.h. Einnahmen bis zu dieser Höhe waren komplett steuer- und sozialabgabenfrei, mussten lediglich in der Jahressteuererklärung erfasst werden.

Um in den Genuss der Übungsleiterpauschale zu kommen, mussten bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein, z.B.:

  • muss es sich um eine nebenberufliche Tätigkeit handeln,
  • die dafür aufgewendete Zeit darf max. bei einem Drittel der Zeit liegen, die man für seinen Hauptberuf aufwendet,
  • es muss sich um eine begünstigte Tätigkeit handeln, die
  • in einer öffentlich-rechtlichen oder gemeinnützigen Körperschaft erfolgt und
  • gemeinnützigen oder mildtätigen Zwecken dient.

Übungsleiterpauschale 2021 steigt auf 3.000 Euro

Um noch mehr Menschen zu einem gesellschaftlich wichtigen Engagement zu bewegen, hat der Staat ab diesem Jahr die Übungsleiterpauschale kräftig von bislang 2.400 auf 3.000 Euro angehoben. Auf den Monat runtergebrachten bedeutet dass, das man beispielsweise als Übungsleiter im Sportverein, Ausbilder oder Pfleger monatlich bis zu 250 Euro steuer- und sozialversicherungsfrei hinzuverdienen kann.

  • Tipp: Neben der Übungsleiterpauschale gibt es auch noch die Ehrenamtspauschale, die ab 2021 bei 840 Euro jährlich liegt und mit der Übungsleiterpauschale kombiniert werden darf. Wer also in seinem Verein noch als Vorstand oder Schiedsrichter im Amateurbereich tätig ist oder häufig Kinder zu Auswärtsspielen fährt, kann diesen Betrag für sich beanspruchen und so den steuer- und sozsialverischerungsfreien Betrag auf jährlich bis zu 3.840 Euro erhöhen!

Bild von Dimitris Vetsikas auf Pixabay

 

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